"Aber bei X bekommen wir mehr Bilder"

Die Anzahl der Bilder scheint, wenn man den vielen Facebookgruppen, Foren und auch einigen Dienstleisterangeboten glauben mag, neben dem Preis ein Kriterium bei der Buchung des Hochzeitsfotografen zu sein. Es klingt ja auch logisch, man kennt das aus vielen Bereichen: Das Preis-/Leistungsverhältnis. Wo bekomme ich die meisten Bilder für Betrag X oder wo bekomme ich die 1000 Bilder für den geringsten Preis?

 

Ganz ehrlich: Ich kann das verstehen.

 

Dennoch sind meine Gedanken ganz andere und ich möchte dir heute einen Einblick darüber geben. Vielleicht ändert sich dadurch deine Sichtweise sogar ein wenig, sei gespannt!

 

Zunächst klingt es einleuchtend, dass mehr Bilder besser sind als weniger Bilder, denn mehr ist mehr, oder? Oder war nicht weniger mehr? Qualität vor Quantität? Wir kommen der Sache näher.

 

Vielleicht warst du vor nicht langer Zeit im Urlaub und vielleicht hast du dort (viele) Bilder gemacht? Vielleicht hast du dann eine Vorstellung, was 300, 500 oder 1000 Bilder sind. Vielleicht bist du sogar jemand, der 2000 Bilder und mehr knipst und willst wirklich gar nichts verpassen? Wow! Hoffentlich hast du vor lauter fotografieren etwas von deinem Urlaub gehabt ;-)

 

Bei der Hochzeitsreportage ist es ganz ähnlich. Es entstehen unheimlich viele Bilder, oft natürlich das ein oder andere Sicherheitsfoto (bei Gruppenbildern hat immer jemand die Augen zu, da mache ich lieber ein paar Bilder mehr) oder z.B. bei der Fahrt mit dem Brautauto oder dem Einzug in die Kirche oder das Standesamt. Ich fotografiere wesentlich mehr Bilder als ich nachher an das Brautpaar abgebe und zwar aus zwei Gründen:

 

Zum einen kannst du mir glauben, du brauchst keine 20 (übertrieben) Bilder davon, wie du in die Kirche läufst oder ihr mit dem Auto bei der Location ankommt. Ich brauche sie, um nachher das beste für euch auszuwählen. Das eine Bild, mit dem schönen strahlen, auf dem ihr beide lacht und glücklich schaut. Dieses Bild findet seinen Weg zu euch.

 

Zum anderen steigt die Wertigkeit der Reportage nicht mit der Anzahl der Bilder. Das Gegenteil ist der Fall: ihr fühlt euch erschlagen, blättert schnell durch („ja, wir wissen jetzt wie die Situation aussah, wir brauchen nicht noch weitere 10 Bilder vom "Baumstammsägen“) und schenkt dem einzelnen Bilder weniger Beachtung. Völlig verständlich, ihr habt ja noch 1000 Bilder vor euch!

 

Und so sehe ich meine Aufgabe darin, die Bilder für euch aufzubereiten, zu sortieren und die Bilder in die Reportage einzureihen, die wirklich Sinn machen. Die eure Geschichte erzählen, die Spaß machen und kurzweilig beim Betrachten sind. Keine leichte Aufgabe eine große Anzahl von Bildern so zu reduzieren! Und dennoch für mich eine der wichtigen Punkte meiner Arbeit um für euch das beste Ergebnis zu bekommen.

 

„Ja, aber was ist denn jetzt mit der Anzahl?“ fragst du dich? Bei einer 12-stündigen Begleitung versuche ich meist auf die besten etwa 400 Bilder zu kommen. Das ist nicht immer leicht, oft passiert auf einer Hochzeit einfach so viel, dass es dann doch 500 oder 600 werden. Aber dann nicht deswegen, weil ich die Bilder „auffülle“, sondern weil das erzählen eurer Geschichte einfach etwas mehr Bilder benötigt. Und dann bleibt die Reportage das, was sie aus meiner Sicht sein sollte: spannend und erfrischend!

 

 

Für meine Bildbände, die oftmals nach der Reportage bestellt werden, wähle ich aus der Reportage die absoluten Highlights aus. Ihr könnt hier den Umfang wählen, ich empfehle meist etwa 50-100 Bilder, je nach dem wie viele Seiten der Bildband haben soll.